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Grabmal von Fürth
Flur 15, 64

„Dem hervorragenden Gelehrten und ihrem Wohltäter in Dankbarkeit gewidmet“, so entziffert man eine Inschrift auf dem Sockel des schlichten Hochkreuzes. Es ist aus poliertem Granit hergestellt und wirkt allein durch die Komposition. Bis auf die geböschten Kanten des Unterbaus und die abgefassten Kanten des Kreuzes bemerkt man keinerlei Steinmetzarbeiten.

Diese Grabstätte erinnert an Hermann Ariovist Freiherrn von Fürth. Das Wappen der Familie ist als aufwendiger Bronze-Tondo über dem Namen angebracht. Die von Fürth waren einst Schöffen in der Reichsstadt Aachen gewesen. Der Vater übte den Beruf eines Appellationsgerichtsrates aus.

Wegen seiner Herkunft, die Mutter war eine Tochter der schon viele Jahrzehnte ansässigen Familie von Oliva gewesen, war es nahe liegend, dass sich von Fürth später mit den Aachener Patrizierfamilien befasste.

Hermann Ariovist von Fürth studierte Rechtswissenschaften in Berlin und Bonn sowie Kirchenrecht in Löwen. Seinen Beruf übte er in Bonn aus, war darüber hinaus auch lange Jahre Mitglied des preußischen Landtags und Reichstagsabgeordneter. 1888 verstarb er, vier Monate vor seinem 74. Geburtstag in Aachen. Hier verbrachte er  seinen Ruhestand und verfasste ein dreibändiges, zum Teil erst nach seinem Tode herausgegebenes Werk „Beiträge und Material zur Geschichte der Aachener Patrizier-Familien“. Da Freiherr von Fürth ohne Kinder verstarb, vererbte er seine große Privatbibliothek der Stadt Aachen. Mit den Erträgen aus verschiedenen Grundstücken sollte diese Sammlung stetig ausgebaut werden.
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Förderkreis Ostfriedhof e.V., Wolfgang Berg, Wilmersdorfer Straße 53, 52068 Aachen