Grabmal von Holling
Flur 19, 151
Vor der französischen Revolution waren große, flache Steinplatten als Ab-deckungen von Gräbern bei Adligen und Geistlichen besonders beliebt. Nicht nur auf dem Ostfriedhof waren sie bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts verboten und sind deshalb selten zu finden.
Im ältesten Teil, auf Flur 19, sind noch verschiedene erhalten geblieben. Besonders aufwendig gestaltet wurde die Grabplatte auf der Familiengrabstätte von Holling. Die Seiten der weißen Marmortafel springen zweifach zurück. Die obere Fläche rahmt ein erhabener, umlaufender Rand, dessen vier Ecken als Voluten ausgearbeitet wurden. Auch die flachen Diamantquader in der Mitte der vier Leisten sind höher als das Feld für die Inschriften. Bekrönt wird die Tafel von einem Giebel mit dem Allianzwappen der Eheleute von Holling und von Blanckart mit der Krone der Freiherren. Als weiterer Schmuck wurden Kreuz und Palmwedel ausgeführt.
Moritz Freiherr von Holling war 1787 auf Haus Beeck im Kreis Geilenkirchen geboren worden und schlug die Laufbahn eines Offiziers ein. Er heiratete durchaus standesgemäß die Tochter der auf der Alsdorfer Burg residierenden Freiherrn von Blanckart, Karoline, die jedoch früh verstarb. Sein gleichnamiger Sohn heiratete Fanny, die Tochter des Tuchfabrikanten Arnold Deden. Beide lebten in der Kurbrunnenstraße 44 und starben nur wenige Tage hintereinander im Jahr 1931.
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