Grabmal des Monats
Downloads
>

Satzung

>

Beitrittserklärung

> Rundbrief
Spenden-Konto
Sparkasse Aachen
Konto-Nr.: 45252
BLZ: 390 500 00




Grabmal von Reumont
Flur 27, 28

Alfred Reumont, dessen Geburtstag sich im Jahr 2008 zum 200sten Male jährt, wurde wegen seiner Verdienste um die Erforschung der Geschichte mehrfach ausgezeichnet. Sowohl Aachen, als auch Rom und Florenz haben ihn zu ihrem Ehrenbürger ernannt. In Aachen gibt es auch heute noch ein Denkmal, bei dem allerdings nach der Versetzung in die Nähe des Ponttors die seitlichen Sitzbänke entfernt wurden.

Die Geschichte der Persönlichkeit ist faszinierend. Nachdem sein Vater, der Badearzt Dr. Gerhard Reumont verstorben war, musste Alfred sein Medizinstudium aufgeben. Den Unterhalt für die Familie verdiente er durch Stundengeben. Als einflussreiche Kreise auf ihn aufmerksam geworden waren, engagierte man ihn als Hauslehrer. In Florenz hatte er als junger Privatsekretär des preußischen Gesandten Gelegenheit, in den diplomatischen Dienst zu wechseln.

Sein Italienisch war so ausgezeichnet, dass er es neben Englisch, Französisch und Latein nicht nur fließend sprach, sondern auch seine ersten Werke in dieser Sprache verfassen konnte.

Schon mit 25 Jahren war er promoviert, hatte engste Beziehungen zum preußischen Hof, wo er Vorleser, Freund und Berater von Friedrich Wilhelm IV. gewesen ist.

Eines seiner wichtigsten Werke ist eine ausführliche Geschichte der Stadt Rom, zu der ihm der bayerische König Maximilian den Auftrag erteilte. Zeitweise in Bonn lebend, ließ er sich in Aachen in einem Haus in der Lothringer Straße nieder. Der sicherlich noch heute erkennbare Verdienst von Reumont ist die Gründung des Aachener Geschichtsvereins 1879, dessen erster Vorsitzender er auch gewesen ist.

Nachdem der inzwischen geadelte Alfred von Reumont 1887 gestorben war, hat man auf seiner Grabstätte eine Gedenksäule in klassizistischen Formen errichtet. Der rechteckige Stein zeigt stark geböschte Kanten. Die Deckplatte trägt zwei gegenläufige Voluten, die in der Mitte von einer Palmette bekrönt werden. Die Vorderseite trägt in erhabenen Buchstaben den Namen und den lateinischen Statz „in te domine speravi“ (Ich vertraue dir, oh Herr).

Sein Wappen und ein Tondo mit den ineinander verschlungenen Buchstaben „PX“ sowie „Alpha und Omega“ sind aus weißem Marmor gearbeitet.

Schlichte Stelen rechts und links tragen weitere Namen der Familienangehörigen.

_______________________________________________________
Förderkreis Ostfriedhof e.V., Wolfgang Berg, Wilmersdorfer Straße 53, 52068 Aachen