Geschichte des Ostfriedhofes

Römerzeit bis 19. Jahrhundert

Zur Römerzeit befand sich der Friedhof Aachens an St. Peter, im frühen Mittelalter auf dem Münsterkirchhof und am Ende des 13. Jahrhunderts bei den damaligen Pfarrkirchen. Es wurde auch innerhalb der Gotteshäuser beigesetzt, wie z.B. seit dem 17. Jahrhundert in Totenkellern unter einigen Aachener Kirchen. Die französische Revolution leitete den Wandel zum modernen Begräbniswesen ein. Aus gesundheitlichen Gründen wurde die Benutzung von Friedhöfen innerhalb des Stadtgebietes untersagt. Nach einem kaiserlichen Dekret von 1805 mußten Totenäcker außerhalb der Stadt liegen und mit einer 2 m hohen Mauer umgeben sein. Der evangelische Friedhof war bereits vor dem Köln-Tor angelegt worden

19. Jahrhundert

Für die Katholiken segnete man am 28. August 1803 den Ostfriedhof (auch Tolbetsleäm genannt) vor dem Adalbertstor ein. Die Verwaltung des Friedhofes wurde der Obhut der Alexianer anvertraut.

Am 1. April 1890 wurde der neue katholische Friedhof an der Vaalser Straße eröffnet. Der Ostfriedhof blieb den Pfarren St. Adalbert, St. Peter und St. Foillan vorbehalten. Der neue Westfriedhof diente allen anderen Pfarren. Das Interesse am Erwerb von Familiengräbern um die Jahrhundertwende führte zu einer Umwandlung von Reihengräbern zu Privatgrabstätten. Der Ostfriedhof wurde 1883, 1889 und 1933 erweitert und ab 1937 fiel die konfessionelle Bindung des Friedhofes.

1988

Am 6.12.1988 wurde der Friedhof als eines der ältesten Beispiele moderner Friedhöfe unter Denkmalschutz gestellt.

Um die ganze Bandbreite der erhaltenen Grabstätten im Laufe der Zeit vorzustellen, finden auch in diesem Jahr einmal im Monat in sich abgeschlossenen Rundgänge mit Bauhistoriker Dr. Holger A. Dux statt.

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